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QUEST LOG

Zehn Tage Schwerstarbeit — Der erste Refit-Einsatz

Quest Log · 17.–26. Juni 2026 · Lagos, Portugal

Zehn Tage nach Unterzeichnung des Kaufvertrags hatte sich die zuvor ruhige Werft in einen intensiven Arbeitsplatz verwandelt. Zusammen mit einigen Freunden begann ich die erste ernsthafte Phase, um Lancastrian wiederzubeleben.

Innenraum während der Reinigung und Säuberung von PRANIS

Alles raus, alles geprüft

Wir haben die Yacht leergeräumt, jeden zugänglichen Bereich gereinigt und die Ausrüstung Stück für Stück überprüft. Nach vier Jahren an Land ging es nicht nur darum, das Boot ordentlich aussehen zu lassen, sondern auch darum, zu verstehen, was vorhanden war, was noch funktionierte und was repariert werden musste.

Schlauchanschluss an einem Seeventil während der ersten Inspektion an Bord der PRANIS

Unterhalb der Wasserlinie zuerst

Die erste wichtige technische Aufgabe war die Überprüfung aller Seeventile und Borddurchführungen. Schläuche, Klemmen, Ventile und Anschlüsse wurden genauestens geprüft, da diese kleinen Bauteile einen wesentlichen Teil der Sicherheitsbarriere der Yacht bilden.

Ventil- und Schlauchverbindungen wurden in einem technischen Abteil an Bord der PRANIS geprüft.

Einige Anlagen waren sofort zugänglich; andere erforderten Arbeiten tief in Stauräumen und Technikbereichen. Die Inspektion lieferte das erste verlässliche Bild der Rohrleitungen, Tanks, Pumpen und Bordsysteme.

Abwassertank, Schläuche und Armaturen an Bord von PRANIS geprüft
Die bestehende Batterieanlage und die elektrische Verkabelung an Bord der PRANIS wurden überprüft.

Elektrizität und Batterien

Die Elektroinstallation wurde überprüft und neue Batterien eingebaut. Verteilerkästen, Kabelverläufe und Anschlüsse wurden als Ausgangspunkt für die noch anstehenden größeren Elektroarbeiten (Refit) dokumentiert.

Elektrischer Verteilerkasten mit Leistungsschaltern an Bord PRANIS
Batterie- und elektrische Anschlüsse während der ersten Inspektion des Refit an Bord des PRANIS

Die Untersuchung umfasste auch Kühlanlagen, Abwassertanks, Kompressoren und die Innenausstattung. Es wurde nicht davon ausgegangen, dass etwas funktionierte, nur weil es noch installiert war.

Kältemittelverdichter und zugehörige Ausrüstung an Bord von PRANIS geprüft

Sechs Schichten am Unterwasserschiff

Die größte Einzelaufgabe war der Unterwasseranstrich des Rumpfes. Sechs Schichten Antifouling mussten auf die gesamte Oberfläche aufgetragen werden. Allein diese Aufgabe nahm mehrere Tage in Anspruch und erforderte Geduld, viel Wiederholung und erhebliche körperliche Anstrengung.

Arbeiten am Rumpf während der ersten zehntägigen Phase Refit in Lagos

Ein Anfang, kein Ende

Nach zehn anstrengenden Tagen war die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen. Doch die Yacht war sauberer, besser zu verstehen und bereits auf dem richtigen Weg. Es war ein harter erster Anlauf – und ein sehr guter Anfang.